«Im Wohnbereich sind die Leute die Chefs»: Wohnhaus «Romeo» ist eröffnet – es bietet Platz für 26 Menschen mit Assistenzbedarf» (AZ)

Die Stiftung Domino hat das neue Gebäude in Hausen offiziell eingeweiht. Am Samstag, 18. Juni, gehen die Feierlichkeiten mit der Öffentlichkeit weiter.

Bild des Wohnhaus Romeo über die Strasse
Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner leben bereits im neuen Wohnhaus. Im zweiten Stock sollen im September die nächsten einziehen. © 2022 Maja Reznicek

Dieser Moment werde ihm immer bleiben. Als Nico Abt die erste Begehung mit der zukünftigen Bewohnerschaft in den frisch gebauten Räumlichkeiten durchführte, habe ihm einer gleich ein knackiges Feedback gegeben: «Geil!» Die Erzählung des Architekten von der Brugger Metron Architektur AG sorgte an der Eröffnung des Wohnhauses Romeo für Gelächter.

Insgesamt fünf Wohnungen für 26 Menschen sind seit Herbst 2020 an der Hauptstrasse 56 in Hausen entstanden. Zudem verfügt das «Romeo» über zwei Werkateliers mit 22 Arbeitsplätzen für Personen mit Assistenzbedarf.

Bild von Festbesuchern mit Gemeindeammann Andreas Arrigoni
Der offizielle Festakt am Freitag wird rege besucht. Unter anderem hält der Hausener Gemeindeammann Andreas Arrigoni (Mitte) eine Ansprache. © 2022 Maja Reznicek

Neben Abt brachten auch Stiftungsratspräsident Philipp Küng, Gemeindeammann Andreas Arrigoni und Peter Walther von der kantonalen Abteilung Sonderschulung, Heime & Werkstätten am Freitag ihre Freude über das «Romeo» zum Ausdruck.

Die Möbel suchte die neue Bewohnerschaft teilweise selbst aus

Geschäftsführer Rainer Hartmann betonte, dass er angesichts des Wohnhauses sagen könne, dass das neue Konzept und überarbeitete Leitbild der Stiftung, das ein selbstbestimmtes Arbeiten und Wohnen vorsieht, angekommen sei.

Bild der Kaffeecke mit blauem Sofa, Tischchen und farbigen Stühlen
Die Sofas in der Kaffeeecke sind in der Zwischenzeit ein Highlight für die Bewohnerschaft. © 2022 Maja Reznicek

In Letzterem seien klar «die Leute die Chefs». Dies zeige sich auch semantisch:

«Hier leben keine Wohngruppen, sondern Wohngemeinschaften.»

Neben den Ansprachen und dem Auftritt der Theatergruppe Insieme Region Brugg-Windisch gab es für die Anwesenden von Gemeinden, Kanton sowie weiteren mit der Stiftung verbundenen Personen – wie Küng es ausdrückt – Rundgänge durch die Räume des Wohnhauses.

Bild eines Wohnzimmers mit Fernseher und Sofa
Die Möbel wurden teilweise selbst von den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern ausgesucht. © 2022 Maja Reznicek

Irene Rey, Bereichsleiterin Werkateliers, schwärmte während der Führung von der Hochwertigkeit des ganzen Gebäudes und der hohen Individualisierbarkeit. Die Möblierung gewisser Bereiche konnte die neue Bewohnerschaft beispielsweise aus einem Katalog mit etwa 50 Möglichkeiten selbst aussuchen.

Zweimal spielt das Stück «Wo ist Julia» vom Theater Insieme

Am Samstag findet ab 14 Uhr das öffentliche Eröffnungsfest für alle Interessierten statt. Bis 22 Uhr können die Räumlichkeiten besichtigt werden.

Bild des Gartens mit Brunnen und Gartentischen
Ein Brunnen sorgt im Garten für Abkühlung. © 2022 Maja Reznicek

Daneben dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf einen Strauss an Attraktionen freuen: Dazu zählt etwa das Stück «Wo ist Julia» vom Theater Insieme (um 15 Uhr und 17 Uhr), eine Gaukler-Show (16 Uhr) sowie die nächtliche Illumination des Wohnhauses von Streiflicht/Silja Dietiker (ab 22 Uhr).

Für das leibliche Wohl ist mit Speis – unter anderem gibt es Risotto, Bratwurst und Glacé – und Barbetrieb gesorgt. Begleitet werden die Festlichkeiten von der Musikgesellschaft Hausen und der Gala- und Partyband This Masquerade.